Ciancialone


Ciancialone, also San Leone, so lautet der Name   des Schutzheiligen eines kleinen Dorfes etwas oberhalb der Adriaküste im abruzzesischen Dialekt "Silvarolo".

Der Legende nach wurde die Küste im 15. Jahrhundert von den Türken überfallen und geplündert.

Dieser Leone soll damals eine große Fackel entzündet haben und den Hügel herunter gerannt sein, was die Angreifer als eine feindliche Armee deuteten.

Um nicht den Verlust bereits erbeuteter Schätze zu riskieren, begaben sich die Angreifer auf den Rückzug und verschonten somit das Dorf.

Seitdem wird der Mut und List des San Leone jedes Jahr Ende Mai mit dem Binden und Entzünden einer riesigen Fackel gefeiert. Das ganze Dorf hilft zusammen.

Erst wird Schilf und Reisig gesammelt, dann an zwei Tagen zur Riesen-Fackel gebunden und am Festtag auf einen großen Holzschlitten gehievt, der dann von den Bewohnern auf den Hauptplatz gezogen wird.

Dann geht die Arbeit aber erst richtig los, mit eisernen Leitern und Gestängen wird das 10-12 Meter und schwere Trumm zentimeterweise aufgestellt. Das kann durchaus  zwei Stunden dauern.

Wenn die Fackel dann sicher steht, klettert Leone die Fackel hoch und entzündet diese. Sobald die Fackel richtig brennt, läuten die Kirchenglocken und die Helfer feiern bis zum Sonnenaufgang.

Glücklicherweise bin ich mit dem Leone "Papagnot" seit 26 Jahren befreundet und konnte die Vorbereitungen und das Aufstellen hautnah fotografisch begleiten.

 

Die Vorbereitung

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Das Aufstellen