LANDSCAPE INSPIRATION


Take nothing but pictures

Leave nothing but footprints

Kill nothing but time


Die Schrammsteine im Elbsandsteingebirge/Sächsische Schweiz 


   Inspired by Nature                   

 

so lautet das Motto meines fotografischen Schaffens.

Das bedeutet für mich auch, vor Ort die Stimmung zu erspüren und die erlebte Atmosphäre mit ins Bild einfließen zu lassen. Das muß nicht bewußt so stattfinden, sondern es entsteht im Idealfall von selbst.  Das Ganze ist ein schöpferischer Prozess, der aus mehren Teilen besteht, die sich später zusammen fügen.

Dazu gehört beispielsweise, die geeignete Umgebung ausfindig zu machen, eine spektakuläre Perspektive zu finden, sowie mit Glück und Ausdauer das perfekte Licht zu erwischen.

Meistens findet dieses Licht jedoch ausgerechnet dann statt, wenn man lieber noch im Bett liegen oder beim Abendessen sitzen will. In der Natur ist dann praktisch niemand mehr unterwegs.* 

Gerade diese Ruhe und fantastische Atmosphäre in der Dämmerung oder noch vor Sonnenaufgang ist Teil meiner Inspiration und überträgt sich im Idealfall auch auf das Bild.

Doch will man vor Sonnenaufgang auf der Zugspitze sein, klingelt der Wecker bereits um 3.00 Uhr. Oder wie beim obigen Bild von den Schrammsteinen, da hieß es 4.30 Uhr aufstehen und eine Stunde hoch zu wandern. Aber dann in den Bergen den Tagesanbruch zu erleben ist etwas ganz Besonderes.

Etwas ganz Besonderes war auch meine erste reine Fotoreise (abgesehen von einigen verlängerten Wochenenden mit befreundeten Fotografen) nach Island im Februar 2014.

Zehn Tage mit einem befreundeten Fotokollegen im Wohnmobil durch Island, mit drei Nächten Polarlicht, der Erkundung einer Eisgrotte unter dem Gletscher, vereisten Wasserfällen, und einem schwarzen Basaltstrand voller Eisblöcke.

 

Hat man dann also endlich alle Bilder im Kasten bzw. auf der Speicherkarte, geht die Arbeit erst richtig los. Das Schlimmste ist das Aussortieren. Wenn man Techniken wie Belichtungsreihen oder Focusstacking einsetzt, um das optimale Resultat zu erlangen, und ein einziges RAW (Bild im Rohformat des Sensors) bereits 40MB bei einer 36Megapixel-Kamera hat, dann kommen schnell einige Gigabyte zusammen.

 

Danach geht es mit der Nachbearbeitung weiter, d.h. die Entwicklung aus den Rohdaten des Sensors, dem Raw-file mittels Lightroom bzw. ACR und Photoshop. Dort werden oft auch verschiedene Aufnahmen kombiniert, entweder mit unterschiedlicher Belichtung oder Fokussierung oder beides. Oder auch Panoramaaufnahmen aus mehreren Einzelbildern. 

Tiefergehende Techniken wie Luminanzmasken werden ebenso angewendet.

Das Bild soll dabei ansprechender werden und einen gewissen "look" bekommen, ohne jedoch künstlich zu wirken. Es werden Teile hervorgehoben oder abgeschwächt, um die Bildwirkung zu optimieren und den Betrachter ins das Bild zu führen.

Der Grundstein dafür wird idealerweise bereits bei der "Komposition", also der Anordnung der einzelnen Elemente bei der Aufnahme gelegt.

 

Letztendlich gilt aber auch der Leitsatz, je besser das Licht, desto geringer die Bearbeitung.

Es muss aber kein 100%iges Originalbild dabei rauskommen, sondern es soll vor allem der erlebten Stimmung entsprechen.

Wenn sich diese Stimmung auch auf den Betrachter überträgt, so ist mein Ziel erreicht.

 

*Immer Menschen entdecken die Landschaftsfotografie als Hobby für sich, was ja eigentlich ganz positiv ist. Der obige Satz "In der Natur ist dann praktisch niemand mehr unterwegs" trifft an besonders beliebten Stellen allerdings leider nicht mehr zu. Ein besonders krasses Beispiel ist der Geroldsee, vor ein paar Jahren noch weitestgehend unbekannt. Mittlerweile finden dort auch öfters Kurse statt. Am Wochenende muss man schon fast aufpassen, nicht über Stativbeine zu stolpern. Mir wurde berichtet, dass sich frühmorgens von der ortsansässigen Pension ein regelrechter Pilgerzug zum See bildet. Ich bitte daher alle, die sich für das Thema interessieren, um gegenseitige  Rücksichtnahme und vor allem um Rücksichtnahme auf die Natur sowie natürlich den Einheimischen und anderen Ausflüglern gegenüber.

 

 

Christian Wild


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